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SHFV LOTTO - Pokalfinale 2015

· Schiedsrichter

Fußballspiel ist nicht gleich Fußballspiel Interview zum SR-Einsatz beim SHFV LOTTO-Pokalfinale 2015

Ein Landespokalfinale zwischen VfB Lübeck und Holstein Kiel in der Vorbereitung auf die neue Saison? Für das Schiedsrichtergespann Fynn Kohn von der Husumer SV und seine Assistenten Torben Nesch (TSV Drelsdorf) und Christopher Horn (SSV Lunden) war dies Realität. Im Gespräch mit Öffentlichkeitsmitarbeiter des SHFV Dajinder Pabla berichteten die Schiedsrichter, wie sie sich auf diese besondere Paarung vorbereitet haben.

In Schleswig-Holstein gibt es kein größeres Spiel. Wie habt ihr euch auf das Derby vorbereitet? Verlief eure Vorbesprechung anders als sonst?Fynn Kohn: VfB Lübeck gegen Holstein Kiel ist kein normales Spiel. Daher sah die Vorbereitung für die Partie schon etwas anders aus.

Berichte mal. Fynn Kohn: Ich habe bereits einen Tag vorher mit Holger Wohlers [Vorsitzender des SHFV-Schiedsrichterausschusses, Anm. Red.] telefoniert. Es ging überwiegend um das Thema Sicherheit rund um das Derby. Ansonsten war es eigentlich wie immer. Allerdings haben wir unsere Teambesprechung im Hotel und nicht im Stadion abgehalten.

Gab es einen besonderen Grund dafür? Fynn Kohn: Im Stadion selbst findet man nicht die nötige Ruhe. Da geht es bei einem solchen Finale eher um organisatorische Dinge. In diesem besonders. Wie habt ihr von dem verzögerten Anpfiff erfahren? Fynn Kohn: Wir standen schon zum Auflaufen bereit. Dann kam ein Funktionär und hat uns darüber aufgeklärt, dass ein Polizeieinsatz den pünktlichen Spielbeginn verhindert.

Letztlich waren es 38 Minuten Verspätung. Wie habt ihr diese Zeit genutzt? Fynn Kohn: Wir wussten nicht, wie lange das dauern würde. Zunächst saßen wir in der Kabine und haben uns mit Holger Wohlers und SHFV-Lehrwart Norbert Richter unterhalten. Anschließend haben wir mit den Vereinen gesprochen und zwischendurch nachgesehen, wann es endlich losgehen kann.

Das Spiel wurde im Internet durch den sh:z live übertragen. Kameras bedeuten, dass eure Entscheidungen aufgezeichnet wurden. Habt ihr aufgrund dessen einen größeren Druck verspürt? Christopher Horn: Vorher beim Aufwärmen haben wir die Kameras natürlich wahrgenommen. Im Spiel waren diese aber kein Thema mehr, da unsere Konzentration natürlich auf das Geschehen auf dem Platz gerichtet war.

Trotzdem aber etwas Besonderes, oder nicht? Fynn Kohn: Natürlich. Wir werden uns das sicherlich auch noch mehrmals ansehen. Rückmeldungen von Schiedsrichterkollegen, die das live verfolgt hatten, haben wir bereits unmittelbar nach dem Abpfiff erhalten. Wir sind gespannt.

Wie sieht euer Fazit aus? ** Christopher Horn** : Insgesamt sind wir sehr zufrieden, weil nach dem Spiel keiner etwas von uns wollte. Für uns das beste Signal. Torben Nesch: Für einen Schiedsrichter auf unserer Ebene gibt es nichts Besseres. Ich freue mich, nach 2008 noch einmal in diesem Spiel, bei dieser Paarung, als Assistent dabei gewesen zu sein. Fynn Kohn: In der Nachspielzeit gab es noch eine knifflige Situation im Strafraum des VfB Lübeck. Da ging es darum, ob der Verteidiger den Ball mit der Hand gespielt hat. Durch meine Sicht zur Situation konnte ich gut erkennen, dass es der Rücken des Spielers war. In diesem Moment wurde es noch einmal spannend für uns. Zusammenfassend war es ein tolles Erlebnis.

Ein positives Feedback gab es auch vom SHFV-Schiedsrichterausschuss. Stellvertretend für Holger Wohlers und Schiedsrichteransetzer Siegfried Scheler ergriff Norbert Richter das Wort. Norbert Richter: Fynn hat durch seine angebrachte Art und Persönlichkeit positiv auf das Spiel gewirkt. Auf dem Spielfeld hatte er keine Probleme. Schwieriger waren wahrscheinlich die äußeren Umstände. Ein Polizeieinsatz und Pyrotechnik kommen nicht in so vielen Spielen vor. Das hat das Gespann sehr gut gelöst.

DDP Quelle: shfv-kiel.de

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